Lebensgefahr im geparkten Auto!

Leider passiert es immer wieder. An heißen Tagen müssen Kinder und Tiere durch Rettungskräfte und Passanten aus überhitzten Fahrzeugen gerettet werden. Schon nach wenigen Minuten in der prallen Sonne kann es für Kinder und Tiere zu lebensgefährlichen Situationen kommen. Trotz geöffneter Fenster kann die Temperatur im Inneren des Fahrzeuges auf 70°C ansteigen. An heißen Sommertagen kann es schnell zu Hitzekrämpfen, Hitzeerschöpfung und auch zu einem Hitzeschlag kommen. Studien belegen, dass bei einer Außentemperatur von 30°C ohne Sonneneinfall nach 30 Minuten im Fahrzeug schon lebensbedrohliche Temperaturen von 46°C herrschen. Es reicht also nicht aus, das Fahrzeug im Schatten zu parken oder das Fenster einen kleinen Spalt zu öffnen.

Studie durch Dr. Andrew Grundstein, American Meteorological Society 2010

Wie handle ich richtig?

 

Sollten Sie an einem warmen Tag ein Baby, Kleinkind oder Hund in einem Fahrzeug sehen, greifen Sie ein!

Wenn sich das Kind noch nicht in akuter Lebensgefahr befindet, suchen Sie den Besitzer des Fahrzeuges. Sollten Sie sich auf einem Parkplatz eines Geschäftes oder ähnlichem befinden, lassen Sie den Halter des Fahrzeuges ausrufen. Lassen Sie das Kind oder das Tier jedoch nicht aus den Augen: Sie wissen nicht, welche Temperaturen in dem Fahrzeug herrschen bzw. wie lange das Fahrzeug schon geparkt steht. Der Gesundheitszustand kann sich schlagartig ändern!

Ist der Halter des Fahrzeuges nicht aufzufinden, rufen Sie die Polizei oder Feuerwehr und folgen Sie den Anweisungen des Leitstellendisponenten.

Sollte bereits eine Lebensgefahr herrschen, liegt es an Ihnen! Sie können die Scheibe einschlagen, um Hilfe zu leisten. Sie begehen in diesem Moment allerdings eine Straftat nach § 303 StGB. Es ist jedoch kein Grund nicht zu helfen, denn Gegenstände gehen nicht über ein Tier- oder Menschenleben. Die Sachbeschädigung kann in diesem Fall durch den Notfall gerechtfertigt sein § 34 StGB. Suchen Sie sich deshalb einen Zeugen, welcher die Situation und das Vorgehen bezeugen kann. Sollten sie keinen Zeugen finden, filmen sie die Umstände, notieren sie sich die Uhrzeit, das Kennzeichen, die Automarke und die Farbe des Fahrzeuges für eine Dokumentation der Rettung. Es gab des häufigeren schon die Situation, dass der Fahrzeugbesitzer die Notlage anders einschätzt und von dem Helfer Schadensersatz fordert.

Helfen Sie dennoch! Schreiten Sie zur Tat! Es können Leben davon abhängen.

Freiwillige Feuerwehr

Großenaspe

Am Beek 1

24623 Großenaspe

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